18./19. Mai: Erdschein-Nächte (Da Vinci Glow)

In Sichelmond-Nächten im April und Mai ist der Erdschein, auch Da Vinci Glow genannt, besonders gut sichtbar. Bei klarem Himmel ist die dunkle Seite des Mondes dann als fahle Kugel zu erkennen.

Jahrtausendelang wird sich der Mensch beim Anblick des aschgrauen Lichtes bei der Mondsichel gewundert haben. Leonardo da Vinci hat es nicht nur in einem sehr genauen Bild festgehalten, sondern auch als erster die richtige Erklärung dazu gegeben.

Jedes Mal, wenn der junge Mond am Abendhimmel – oder der alte Mond am Morgenhimmel – steht, ist der sogenannte Erdschein oder „da Vinci glow“ zu sehen. Dabei ist die dunklere Seite in ein besonderes Licht getaucht, das einerseits die Einzelheiten der Mondoberfläche zu erkennen gibt, aber andererseits eben doch nicht das richtige Sonnenlicht reflektiert.

Leonardo da Vinci hatte vor über 500 Jahren die richtige Antwort gefunden, dass es sich dabei um das Licht der Erde und vor allem der Ozeane handelt, die die dunkle Seite des Mondes sichtbar werden lassen. Es ist also das Erdlicht bzw. der Schein der Erde, die den Mond leuchten lassen, wenn auch in einer weitaus schwächeren Variante, als es das direkte Sonnenlicht tut. – Manche schreiben allerdings die Erklärung des Erdscheins Michael Mästlin (neunzig Jahre später, 1597) zu. Er gibt in einem Brief an seinen Schüler Johannes Kepler die richtige Beschreibung zu diesem Phänomen.

Für die Beobachtung des Erdscheins auf dem Mond braucht es keine Hilfsmittel. Das bloße Auge reicht und etwas Aufmerksamkeit, um den „da Vinci glow“ zu sehen.

Mai 18 @ 11:40

11:40

– 13:40

(24h)

KGV-Höhensonne e.V.

Der Himmel